Blog Index
This area does not yet contain any content.
The journal that this archive was targeting has been deleted. Please update your configuration.

Helder & Leeuwen

Mannheim ist eine Stadt mit einer langen Kaffeetradition. Schon um 1900 waren alleine in den Q-Quadraten drei verschiedene Kaffeeröster am Werk, die jedoch nur kurze Zeit später ihre Pforten wieder geschlossen haben.

Danach musste die Quadratestadt lange auf das Rösthandwerk und die gute Bohne verzichten, bis 2007 die Tradition von den beiden Unternehmensgründern wieder aufgenommen und weitergeführt wurde.


Der studierte Diplom-Betriebswirt Üründül und Wirtschaftsjurist Atabay entdeckten ihre gemeinsame Leidenschaft bei ihren regelmäßigen und oftmals ausgiebigen Kaffeepausen. Nur zu gerne wurde über verschiedene Bohnen aus unterschiedlichen Anbaugebieten, den richtigen Mahlgrad, die falsche Röstung, oder ein schönes Kaffeehaus aus der umliegenden Umgebung gesprochen. Kurzerhand beschlossen beide gemeinsam ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Das Resultat war die Gründung der Kaffeerösterei Helder & Leeuwen in den Quadraten. Der Name entstand durch die Übersetzung beider Vornamen in Anlehnung an die holländische Kaffeetradition Deutschlands ins Holländische, denn immerhin war das erste deutsche Kaffeehaus in holländischer Hand. Helder steht demnach für „hell“ (Enver) und Leeuwen für „Löwe“ (Alparslan).

Die ersten Schritte machten die damaligen Jungröster mit einem feinen Kaffeehaus am Mannheimer Stadtring. Die kaffeehistorische Verbundenheit, immerhin existierte in Q 7 Anfang der 1900 Jahre noch eine holländische Kaffeerösterei, machten das Quadrat zur perfekten Location. Damals rösteten die beiden Unternehmensgründer noch direkt im Laden auf einem kleinen 10 Kilo Trommelröster. Während die Gäste also ihren Kaffee, Espresso, leckeres Gebäck und Leckereien genossen, machte sich stets ein angenehmer Duft von frisch geröstetem Kaffee im Kaffeehaus und unter den Besuchern breit. Ein großer Lagerraum und Keller bot zudem allerlei Möglichkeiten für kleinere Konzerte oder Kunstaustellungen jeglicher Art.

Zwei Jahre später, also 2009, wurde das Konzept verändert und von Grund auf überarbeitet. Aufgrund der schon damals sehr hohen Anfrage durch Gastronomiekunden wurde das Kaffeehaus aufgegeben und ein kleinerer Verkaufsraum in den Q-Quadraten aufgebaut (Laden). Geröstet wurde seitdem in viel größeren Räumlichkeiten im neu aufgebauten Hafenpark in der Industriestraße. Damit bot die Rösterei viel mehr Möglichkeiten. Neben einem größeren Lager für Kaffee gab es dann zum Beispiel auch Gelegenheit in den eigenen Schulungsräumen Seminare, Fortbildungen und kleinere Führungen für Schulklassen anzubieten. Im eigens für den Verkauf ausgelegten Ladengeschäft konnten fortan unzählige Privatkunden kompetent beraten und stets mit frisch geröstetem Kaffee versorgt werden.