30.06.22

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8 Tipps für einen guten Kaffee

Euer Kaffee ist zu sauer oder zu bitter, zu schwach oder zu stark? Der Kaffee schmeckt zu Hause nicht so gut wie in eurem Lieblingscafé um die Ecke. Mit diesen Grundregeln könnt ihr auch zu Hause einen guten Kaffee genießen.

1. Die Bohnen

Jeder von uns hat ganz persönliche Geschmacksvorlieben und eine klare Vorstellung von dem, was ein guter Kaffee ist. Die einen bevorzugen nussige und schokoladige Aromen, die anderen mögen es eher fruchtig. Ihr entscheidet, was euch schmeckt und was nicht – ein Richtig und ein Falsch gibt es hier nicht.

2. Frisch mahlen

Wir empfehlen euch, den Kaffee immer frisch und portionsweise zu mahlen. 15 Minuten nach dem Mahlen sind nämlich bereits rund 60% der Aromen verflogen und landen nicht mehr in der Tasse. Ein gemahlener Kaffee aus dem Supermarkt wird nie so aromatisch sein wie ein frisch gemahlener. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr immer wieder den Mahlgrad an eure Vorlieben anpassen und verändern könnt.

3. Der richtige Mahlgrad

Der richtige Mahlgrad hängt von der Brühmethode und der Menge an Kaffee ab, die ihr brühen möchtet. Als Grundregel gilt, dass das Wasser bei einem groben Mahlgrad schneller durch das Kaffeebett fließen kann und weniger Inhaltsstoffe aus dem Kaffee löst als bei einem feineren Mahlgrad. Ist der Mahlgrad zu grob, schmeckt der Kaffee sauer. Bei einem zu feinen Mahlgrad wird der Kaffee bitter.

4. Zeit

Entscheidend für den Geschmack des Kaffees ist auch, wie lange Kaffeemehl und Wasser miteinander Kontakt haben. Eine zu lange Kontaktzeit führt zu einem bitteren Kaffee. Bei einer zu kurzen Kontaktzeit wird der Kaffee sauer und flach. Bei allen Brühmethoden, bei denen Wasser durch das Kaffeebett fließt (z.B. Handfilter, Siebträgermaschine), lässt sich die Kontaktzeit über den Mahlgrad beeinflussen. Ein feinerer Mahlgrad bietet dem Wasser mehr Widerstand. Das Wasser fließt langsamer durch und hat länger Kontakt mit dem Kaffee.

5. Waage - Das richtige Verhältnis von Kaffee zu Wasser

Stellt euch vor, ihr habt den besten Kaffee der Welt gebrüht und wisst danach nicht mehr, wie ihr ihn gemacht habt. „Wieviel Kaffee hab‘ ich verwendet und wieviel Wasser war das nochmal?“ Damit euch das nicht passiert, raten wir euch, eine Waage zu benutzen, um die Bohnen und die Wasser- bzw. Getränkemenge abzuwiegen. Bei Filterkaffee sind 60 Gramm Kaffee auf einen Liter ein guter Startpunkt. Wem der Kaffee zu schwach oder zu stark ist, der kann die Kaffeemenge erhöhen oder reduzieren. Die Wassermenge bleibt gleich. Beim Espresso wiegen wir das Getränk, also das, was in der Tasse landet. Hier empfehlen wir euch ein Verhältnis von 1:2 bis 1:2,5. Bei einem doppelten Espresso wären das bei eingesetzten 18g Kaffee 36 bis 45g Getränk.

6. Wasser

Ein Filterkaffee besteht zu 98,5% aus Wasser, ein Espresso zu 90%. Gutes Wasser ist also eine Grundvoraussetzung für guten Kaffee. Wir empfehlen euch daher gefiltertes Wasser zu verwenden. Zu hartes, kalkhaltiges Wasser macht den Kaffee flach und die Aromen kommen nicht zur Geltung. Ein zu weiches Wasser betont hingegen die Säuren.

7. Temperatur

Beim Kaffeemachen kommt es auch auf die richtige Temperatur an. Je heißer das Wasser ist, desto einfacher kann es die Inhaltsstoffe aus dem Kaffee lösen. Das gilt leider auch für die Bitterstoffe, die wir uns nicht unbedingt in unserem Getränk wünschen. Ist die Wassertemperatur zu gering fehlt dem Wasser die Kraft, um alle gewünschten Geschmacksstoffe aus dem Kaffee zu lösen. Auch der Röstgrad bestimmt, wie viel Temperatur ein Kaffee verträgt. Bei dunklen Röstungen ist eine niedrigere Temperatur sinnvoll, helle Röstungen könnt ihr mit höheren Temperaturen brühen. Wir empfehlen für Filterkaffee eine Temperatur von 90-96°C und für Espresso eine Temperatur von 92-96°C. Und was ist mit Cold Brew? Klar, man kann auch mit kaltem Wasser Kaffee „brühen“. Allerdings braucht es dann statt ein paar Minuten eben bis zu 24 Stunden.

8. Lagerung

Damit ihr auch lange was von euren kostbaren Bohnen habt, verschließt die Verpackung luftdicht und stellt sie an einen kühlen Ort. Der Kühlschrank ist im Übrigen kein geeigneter Platz, um seinen Kaffee aufzubewahren.